Der Papierverbrauch in Deutschland ist so hoch wie nie zuvor. Rund 250 Kilogramm verbrauchen wir pro Person und Jahr, Tendenz steigend. Weltweit betrachtet, liegt der Verbrauch damit auf einem sehr hohen Niveau. Für die Papierherstellung wird viel Energie verbraucht und damit CO2 produziert. Gravierende Folgen für unser Klima hat auch der Holzverbrauch – weltweit werden für die Papierherstellung aus Holzfasern immense Waldflächen gerodet.
Wird Altpapier dagegen gesammelt und recycelt, spart dies nicht nur den Rohstoff Holz. Auch bei der Produktion von Recyclingpapier wird in der Regel nur halb soviel Energie und ein Drittel weniger Frischwasser verbraucht.
Beim Einkauf zeigt der „Blaue Engel“ den Weg: Papierprodukte mit dem vom Umweltbundesamt vergebenen Zeichen bestehen zu 100 Prozent aus Altpapier. Das Siegel garantiert auch eine umweltschonende Herstellung und hohe Qualität.
Vorsicht ist hingegen bei einigen firmeneigenen „Umweltzeichen“ geboten: manches Siegel hält nicht, was es verspricht. So bestehen beispielsweise Schreibwaren mit den Logos „Aqua Pro Natura“ oder „Weltpark Tropenwald“ nicht aus Altpapier. Sie werden aus Frischfasern und somit aus Holz hergestellt.
Ob Kopierpapier, Schulhefte, Schreibblöcke, Taschentücher oder Toilettenpapier: Recyclingpapier ist immer die bessere Wahl.
Verfasser: Verbraucherzentrale Hessen e.V.