Hessen aktiv: 10.000 Bürgerinnen und Bürger für den Klimaschutz

Weniger Fleisch und Wurst - Klasse statt Masse

Täglich Fleisch und Wurst auf dem Tisch – für viele ist das heute eine Selbstverständlichkeit. Über 60 Kilo Fleisch und Wurst pro Jahr verzehren wir im Durchschnitt.
Aber die Produktion tierischer Lebensmittel ist energieintensiv: Die weltweite Viehhaltung produziert rund 18 Prozent der anfallenden Treibhausgase; Tierhaltung ist damit ein bedeutender Faktor in der Treibhausgas-Bilanz.
Bei der Produktion von einem Kilo Rindfleisch werden zum Beispiel 13 Kilo klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt. Die Herstellung der gleichen Menge pflanzlicher Nahrungsmittel braucht nur ein Vierzigstel dieser Menge.
Neben wertvollen Vitaminen und Spurenelementen enthalten manche Fleisch- und Wurstsorten auch üppige Fettmengen. Je nach Häufigkeit des Verzehrs und Zubereitungsart fällt damit erheblich mehr Fett an, als unserem Körper gut tut. Tierische Nahrungsmittel sollten insgesamt nur 25 Prozent auf unserem Speiseplan ausmachen – davon Fleisch und Wurst zusammen nur 7 Prozent.

Darum: Nicht ganz auf Fleisch und Wurst verzichten, aber seltener und bewusster genießen und auf Qualität achten. Bio-Fleisch ist erste Wahl: Die ökologische Landwirtschaft ist weniger energieaufwändig als die konventionelle, da hier die Tiere extensiv auf Weideland gehalten werden. Mastbetriebe dagegen füttern Getreide, Hülsenfrüchte und Kraftfutter. Diese Futtermittel müssen zuvor ebenfalls unter Energieaufwand angebaut, transportiert oder hergestellt werden – einiges davon reist zuvor um die halbe Welt, bis es im Magen einer deutschen Kuh landet.

Und: Fleisch aus ökologischer Landwirtschaft - möglichst regional erzeugt - ist nicht nur gesünder und klimaverträglicher – es schmeckt meist auch besser.

Verfasser: Verbraucherzentrale Hessen e.V.