Die Effizienz der Fensterlüftung hängt stark vom Wetter ab. Nur bei einem Temperaturunterschied zwischen innen und außen oder wenn es windig ist, findet auch wirklich ein Luftwechsel statt. Die effektivste Art der Lüftung ist dabei die Lüftung bei ganz geöffnetem Fenster – die Stoßlüftung. Sie sollte in der kalten Jahreszeit aber sehr „diszipliniert“ und immer nur für kurze Zeit durchgeführt werden. Ein kompletter Luftaustausch dauert bei einer Stoßlüftung in den Wintermonaten (Dezember bis Februar) in der Regel nur 4 bis 6 Minuten. Der Vorteil dieser Lüftung: Die Raumluft wird ausgetauscht, ohne dass Bauteile und Einrichtungsgegenstände auskühlen und hinterher mit Energieaufwand wieder aufgeheizt werden müssen.
Empfohlene Lüftungsdauer bei Stoßlüftung und Windstille
Dezember, Januar, Februar 4 bis 6 Minuten
März und November 8 bis 10 Minuten
April, Oktober 12 bis 15 Minuten
Mai, September 16 bis 20 Minuten
Juni, Juli, August 25 bis 30 Minuten
Und noch einige Tipps zum energiesparenden Lüften
Besser nur raumweise lüften. Bei Querlüftung durch ganz Räume genügen in der Heizperiode meist 3 Minuten zum kompletten Luftwechsel.
Dauerlüftung in der Kippstellung ist nur von Mai bis September sinnvoll. Im Winterhalbjahr sollte auf die Kippstellung lieber verzichtet werden. Der erreichte Luftwechsel ist gering, und am ausgekühlten Fenstersturz kann sich Schimmel bilden.
In Küche und Bad kann kurzzeitig sehr viel Feuchtigkeit entstehen. Daher Fenster auf und die „Feuchtespitzen“, die durchs Duschen, Waschen, Kochen oder Spülen entstehen, unmittelbar weglüften.
Verfasser: Verbraucherzentrale Hessen e.V.