Die Bio-Landwirtschaft verbraucht im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft im Durchschnitt etwa 60 Prozent weniger fossile Energie. Grund ist vor allem der Verzicht auf synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel, deren Produktion sehr energieaufwendig ist. Ob Tomaten, Schweineschnitzel, Brötchen, Eier oder Milch: Bio-Lebensmittel sind daher nicht nur in Punkto Klimabilanz klar im Vorteil, sondern weisen auch wesentlich geringere Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf.
Zusatz-Pluspunkte für Bio
Der Ökoland-Landbau hat neben der guten Klimabilanz auch noch weitere Vorteile: Da Biobetriebe nach den Vorschriften der EG-Öko-Verordnung keine künstlichen Dünger und Pflanzenschutzmittel verwenden, wird auch die Artenvielfalt geschützt. Optimale Fruchtfolgen sorgen für einen vorbeugenden Pflanzenschutz und schonen den Boden. Biobetriebe halten ihre Tiere artgerecht und verwenden Futtermittel, die weder Antibiotika noch künstliche oder hormonelle Zusätze enthalten. Auch gentechnisch veränderte Produkte – sowohl als Futtermittel als auch als Saatgut oder in der Weiterverarbeitung – sind tabu.
Neues EU-Logo für Bio-Lebensmittel
Ab 1. Juli 2010 müssen alle verpackten Bio-Lebensmittel europaweit das neue EU-Bio-Logo tragen. Zwölf weiße Sterne, die auf grünem Grund ein Blatt darstellen, sollen die Bio-Produkte in Europa einheitlich kennzeichnen. Voraussetzung: Die Zutaten stammen zu mindestens 95 Prozent aus ökologischer Landwirtschaft. Das freiwillige deutsche Bio-Siegel kann zusätzlich weiter genutzt werden. Gleichzeitig bleiben die Verbandszeichen der deutschen Bioanbauverbände sowie regionale und private Siegel gültig.
Wer Treibhausgase durch weitgereiste Bioprodukte vermeiden will, kann sich weiterhin an den Siegeln der deutschen Anbauverbände und an regionalen Zeichen wie dem Bio-Siegel Hessen orientieren oder direkt beim Erzeuger einkaufen.
Verfasser: Verbraucherzentrale Hessen e.V.